Harald Kretzschmar gestorben

Harald Kretzschmar: Porträtkarikatur gefertigt vom Zeichnerkollegen Ulrich Forchner

Der Karikaturist, Cartoonlobbyist und Feuilletonist Harald Kretzschmar ist am 27.06. im Alter von 93 Jahren in Kleinmachnow gestorben.
Kretzschmar, der auch als Grafiker und Feuilleton-Autor bis ins hohe Alter aktiv war, ist vor allem als Porträtkarikaturist bekannt geworden; er zählt zu den Klassikern der DDR-Karikatur.


Nach dem Abitur in Dresden studierte der gebürtige Berliner 1950 bis 1955 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seitdem arbeitete er freischaffend. 1955 kam er zum Eulenspiegel wo er bis 1991 zum festen Zeichnerstamm gehörte. 
Dort betrieb er unter anderem die Kolumne für Porträtkarikatur auf der seit dem Jahr 1958 bestehenden Kulturseite. Auch übte sich Kretzschmar im Verfassen von Porträt-Essays, von Glossen und Kunstkritiken; später kam eine Reihe von 
Buchveröffentlichungen zu seinem Werk dazu. Im Verband Bildender Künstler der DDRorganisierte er als erster Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung Karikatur bedeutende Ausstellungen und das als nationale Karikaturensammlung der DDR gedachte, weithin renommierte Satiricum Greiz.
Neben den Presse-Veröffentlichungen trat Grafik und Acrylbildern hervor. Zu diversen Gelegenheiten war Harald Kretzschmar zudem ein überaus gefragter Schnellporträtist. 
Auch seiner Wahlheimat seit 1956, Kleinmachnow, setzte er u.a. mit dem Porträt-Buch „Paradies der Begegnungen“ (2008) ein Denkmal.

Erste Arbeiten von Harald Kretzschmar befinden sich bereits seit dem Jahr 2020 im Eigentum der „Stiftung Museen für Humor und Satire“ und deren Sammlung.

Harald Kretzschmar beim Porträtzeichnen – hier während der Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag in unserem damaligen Cartoonmuseum Brandenburg – Luckau 2011

Weitere Informationen zur damaligen Ausstellung findet man hier im Archiv des Museums !


Originalzeichnungen von Harald Kretzschmar in unserer Sammlung (Auswahl):